Technische Grundlagen

DOCTAG kann man sich wie einen spezialisierten Mailserver für PDF-Dokumente vorstellen: Dokumente werden zwischen Unternehmen ausgetauscht und jeder Schritt bleibt nachweisbar.

Einfach erklärt: Was passiert beim Signieren?

  1. Das Dokument bekommt eine eindeutige Identität (vergleichbar mit einem digitalen Fingerabdruck).
  2. Die signierende Stelle bestätigt diesen Zustand mit ihrem verifizierten Standortzertifikat.
  3. Bei der Prüfung wird festgestellt, ob der aktuell ausgelieferte PDF-Stand dem von der letzten elektronischen Signatur bestätigten Dokumentstand entspricht. Änderungen an signierten Workflow-Eingaben, referenzierten Anhängen und der Signaturreihenfolge werden erkannt.

Was ist dadurch abgesichert?

  • Nachweis, wer in welchem Schritt signiert hat.
  • Schutz vor unbemerkten Änderungen am Dokument.
  • Prüfbarkeit auch zwischen unterschiedlichen Servern.

Standortzertifikate im Kontext

Standortzertifikate sind die digitale Identität der signierenden Stelle. Damit kann ein empfangender Server prüfen, ob eine Signatur wirklich von der angegebenen Gegenstelle stammt.

Standardbezug und eIDAS-Einordnung

Technisch nutzt DOCTAG etablierte kryptografische Verfahren (elliptische Kurven und SHA-256-basierte Signaturen). Damit ist die Lösung anerkannter Stand der Technik für Integrität und Nachweisbarkeit.

Wichtig: Das bedeutet eine eIDAS-nahe technische Ausrichtung, aber keine formale eIDAS-Zertifizierung des Gesamtsystems.

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